| Anfahrt | Impressum / Kontakt |

Startseite
Geschichte des Rosengartens
Ziele des Vereins
Impressionen

Rosen- und Pflanzenmarkt 2017

Termine / Aktuelles
Presseberichte

Anfahrt
Impressum / Kontakt

Vereinssatzung
Mitglied werden
Spenden
Denkmalurkunde
Rosentipps / Interessante Links


Die Geschichte des Pinneberger Rosengartens

Eine gartenhistorische Betrachtung von Joachim Malecki
(Die vollständige Geschichte des Rosengartens ist auch als Buch erschienen.)

Eröffnung des Rosengartens
Eröffnung des Rosengartens
am 14. Juli 1935
Nur wenige Hinweise findet man in der Fachliteratur über den nur drei Hektar großen Pinneberger Rosengarten.

Bei näherer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass wir es mit einem ganz besonderen Schmuckstück zu tun haben. Nicht die Vielzahl der gezeigten Sorten, noch sein derzeitiger Zustand machen ihn besonders interessant, sondern seine komplexe, zum Teil dramatische Geschichte:

Südholstein mit seiner Kreisstadt Pinneberg war und ist mit 4.200 Hektar Anbaufläche das größte zusammenhängende Baumschulgebiet der Welt. Die Keimzelle war die Baumschule von James Booth auf dem Klein-Flottbeker Gelände der „Ornamented Farm“ von Baron Caspar Voight, gegründet 1798. Von hier aus gingen die dort ausgebildeten Baumschuler auf ihre Südholsteiner Geestflächen und gründeten eigene Baumschulen (Hochbaumschulen, Forstbaumschulen, Rosenzucht und Rosenanbau).

Im Nachhinein betrachtet war das, was sich ab ca. 1860 hier entwickelte, eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte ohne Beispiel. Die Forstbaumschulen verkauften ihre Jungpflanzen nach ganz Europa und Amerika. Man sprach vom Kreis Pinneberg patriotisch von der „Wiege des Deutschen Waldes“. Die Forst- und Hochbaumschulen verkauften ihre Ware in die ganze Welt. Der nahe Hamburger Hafen machte es möglich.

Der Rosengarten im Jahr 1935
Der Rosengarten im Jahr 1935
Die Rosenzucht und der Rosenanbau erwiesen sich dabei als eine besonders erfolgreiche Sparte.

Ein Teil der etablierten Hochbaumschulen wandte sich bald der Rosenzucht und dem Rosenanbau zu. Bis dahin auf die Vermehrung heimischer Sorten angewiesen, kamen die Gruppen der China-, Portland-, Noisette- und Bourbonrosen hinzu. Und nachdem Gregor Mendel um 1850 die Regeln der Vererbung einfacher Merkmale erkannt hatte, gab es kein Halten mehr. Obwohl es in Mittel- und Süddeutschland sowie in Südfrankreich und Südengland ansehnliche Rosenkulturen gab, setzten sich die Südholsteinischen Rosenzüchter und Rosenanbauer in der Folgezeit als die größten Rosenexporteure der Welt durch. In guten Jahren wurden jährlich 7-10 Millionen Rosenpflanzen verkauft. Von den einstmals über 80 Betrieben sind heute noch drei Betriebe von Weltrang übrig geblieben: W. Kordes' Söhne in Sparrieshoop, Matthias Tantau in Uetersen und Gustav Strobel-BKN in Holm.

1 - 2 - 3 - 4 - Weiter >


© Freundeskreis Rosengarten Pinneberg e.V.