| Anfahrt | Impressum & Datenschutz |

Startseite
Geschichte des Rosengartens
Ziele des Vereins
Impressionen

Rosen- und Pflanzenmarkt 2018

Termine / Aktuelles
Presseberichte

Anfahrt
Impressum & Datenschutz

Vereinssatzung
Mitglied werden
Spenden
Denkmalurkunde
Rosentipps / Interessante Links

Die Geschichte des Pinneberger Rosengartens (Fortsetzung)

Eine gartenhistorische Betrachtung von Joachim Malecki

Der Rosengarten im Sommer 1938
Der Rosengarten im Sommer 1938
Als nach den Folgen des Ersten Weltkrieges der lukrative Schnittrosenmarkt mit dem zaristischen Russland zusammenbrach (bis zu 60.000 Blüten täglich per Bahnexpress nach St. Petersburg), setzten die Holsteiner Rosenzüchter und Rosenanbauer auf den vermehrten Absatz von Polyantha-, Floribunda- und Edelrosen. Kunden waren nun die bürgerliche Mittelschicht, die Schrebergartennutzer und die Kommunen mit ihren öffentlichen Parks und Grünanlagen.

Trotz Inflation und schwieriger politischer Lage florierte der Absatz von Rosenpflanzen ins In- und Ausland in den 20er Jahren gut. Die Holsteiner Rosenzüchter und Rosenanbauer suchten trotzdem nach neuen Wegen, den Absatz ihres Produktes zu erhöhen. Werbeplattformen, wie sie heute selbstverständlich sind, gab es noch nicht. Ab 1929 fand daher jährlich das „Holsteiner Rosenfest“ statt, eine vom „Fremdenverkehrsverein Pinneberg-Rellingen und Umgegend e.V.“ initiierte Rosenschau, auf der die Neuzüchtungen und die bewährten Sorten gezeigt wurden.

Mit Rosen verzierter Festwagen vor dem Pinneberger Rathaus
Mit Rosen verzierter Festwagen
vor dem Pinneberger Rathaus
Das Ganze hatte einen Volksfestcharakter für Pinneberg und Rellingen. Besucher aus ganz Deutschland und Skandinavien ließen sich anlocken. An einem Wochenende kamen bis zu 50.000 Menschen. Das war eine logistische Meisterleistung, denn die kleine Stadt Pinneberg hatte vor dem Zweiten Weltkrieg nur 9.000 Einwohner.

Aber was ist schon eine zweitägige Rosenschau, während der es ja lediglich Momentaufnahmen geben kann. Ein Schaugarten musste her, eine dauerhafte Ausstellungsfläche, auf der über die gesamte Vegetationsperiode die Rosen gezeigt werden konnten. Massenwirkung, Farbenspiel und Widerstandsfähigkeit sollten vor Ort überprüfbar sein.

Der Pinneberger Rosengarten war geboren, nachdem ein geeignetes zentrales Grundstück gefunden worden war. Kein geringerer als der große Rosenzüchter und Rosenanbauer Gustav Strobel war es, der zusammen mit dem renommierten Architekten Klaus Groth 1931 einen ersten Entwurf für den Rosengarten und eine Ausstellungshalle vorlegten. 1934 bekam Carl Bradfisch, Gartenbauinspektor in Hamburg, den Auftrag für einen Gestaltungs- und Bepflanzungsplan für den ersten Rosengarten Pinneberg.

< Zurück - 1 - 2 - 3 - 4 - Weiter >


© Freundeskreis Rosengarten Pinneberg e.V.